Anerkennungs-
praktikanten/innen
gesucht!

Ab dem 1.8.2020 sind 3 Stellen im Anerkennungsjahr zum/zur staatlich anerkannten Erzieher*in zu besetzen. Bewerbungen werden ab sofort entgegen genommen.

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Bewerbung für das FSJ 2020/21

Ab sofort nehmen wir Bewerbungen für ein Freiwillige Soziale Jahr an.
Beginn des FSJ:
ab August 2020

Dreieck  STELLEN-
     BESCHREIBUNG
     (pdf)

Dreieck  weitere
     INFORMATIONEN

 

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Das Kinderdorf:
  • 4 Wohngruppen im Kinderdorf, davon
    2 koedukative,
    1 Mädchen- und
    1 Jungen-Wohn-
    gruppe
  • 3 Außenfamilien in Leichlingen
  • 4 Appartements im Kinderdorf für heranwachsende Mädchen und Jungen in der Verselbstständigung
  • Mutter-Kind-Haus mit 4 Wohnungen inkl. Tagesbetreuung der Kinder
  • Ambulant sozialpädagogisch betreutes Wohnen in angemieteten Appartements oder Wohnungen
 

Das Sommerfest fällt aus!

Wegen der Corona-Pandemie muss das geplante Sommerfest leider ausfallen!

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Neues aus dem Kinder- und Jugenddorf

Die empfohlenen und bereits vorgeschriebenen Maßnahmen zur Regulierung und Eingrenzung der Corona Infektionen haben bei uns weiterhin Bestand. Wir haben bereits frühzeit Umgangsregeln aufgestellt, was sich bisher als gut und durchführbar erwiesen hat. Besonders unseren Kindern und Jugendlichen und Mitarbeiter*innen ein Danke, dass dies so gut umgesetzt wurde.
Und die Situation, so bedrohlich sie für einige wirken mag und Ängste auslöst, hat bei uns zu besonderen Situationen geführt. So finden aktuell z.B. die Teambesprechungen mit Heim-, Erziehungsleitung und Psychologinnen sowie Hilfeplangespräche in unserer Kapelle statt.

Kapelle Aussenansicht  HPG in der Kapelle

So erfährt unsere oft in einem „Dornröschenschlaf“ verharrende Kapelle eine Aufwertung, ein Raum der Ruhe und der Besinnung, in dem wir gut über Kinder, Jugendliche und die allgemeine Gruppensituation nachdenken können. Sie erhält eine wichtige Funktion. Sie schafft Nähe und den nötigen Abstand vom Alltag (und natürlich auch die vom Arbeitsschutz geforderte räumliche Distanz bei den Gesprächen.)

Da die Wohngruppen für Außenstehende nicht betreten werden dürfen, stellen wir für die Besuchskontakte einen Besuchs-Container mit den notwendigen Desinfektionsmaßnahmen zur Verfügung. Zusätzlich gibt es ausgewiesene Flächen für die Besuche (bei schönem Wetter).

Besuchs-Container 1  

Auch die Bezogenheit der Wohngruppen auf sich als Gemeinschaft schafft neue Möglichkeiten der Begegnung untereinander. Das komplette Zurückfahren von äußeren Reizen und Ablenkungen schafft Raum und Zeit für gemeinsames Tun, seien es alltägliche Dinge wie die Erledigung der Hausaufgaben (Tagesstruktur), dem gemeinsamen Kochen und Backen, den Überlegungen zur Freizeitbeschäftigung wie dem Spielen, Klönen, Zusammensitzen und kleineren sportlichen Betätigungen.

„Die Erzieher haben viel mehr Zeit für uns“ ist ein oft gehörter Satz (das gilt natürlich im Besonderen für die Päd. Mitarbeiter*innen.) Aber, auch die Kinder und Jugendlichen haben mehr Zeit für die Erzieher – es entfällt das mittlerweile leistungsmäßig hochfrequente Leben mit Schule, Therapien, Vereinen, Förderungen intern und extern und sogar die Besuche bei oder von Eltern bzw. Sorgeberechtigten.

Es scheint so, als ob gerade das Zurückfahren auf „Null“, das damit verbundene „Atemholen“, die „verordnete Ruhe“, zu einer neuen, nicht mehr gekannten Qualität pädagogischer Arbeit führt. Es wächst mehr Nähe, alle sind wechselseitig nicht nur im Blick, sondern durch die intensivere Anwesenheit aller stärker auf sich bezogen.

Es könnte die Schlussfolgerung gezogen werden: Die geforderte Geschwindigkeit erzieherischer Hilfen, der ständige Zeitdruck und dauernde Rechtfertigung pädagogischer Handlungen, behindert das Wachsen von Nähe und eine für die pädagogische Arbeit notwendige intensive Beziehungsarbeit. (Wäre ein gutes Thema für eine Masterarbeit.) Aber ich wollte nicht pädagogisieren, sondern nur Anregungen geben, auch darüber nachzudenken.

Und ich wollte noch einmal Danke sagen an die, die uns in dieser besonderen Zeit unterstützen. Sei es durch Spiele, Mundschutz, Spenden und gute Wünsche. Bleiben Sie gesund. Und denken Sie daran: Nähe ist keine Frage von Distanz.              Egon Graf

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Wichtige Hinweise zur aktuellen Corona-Situation

Mit Beginn der Ausbreitung haben wir für unser Kinder- und Jugenddorf einschränkende Maßnahmen zum Schutz unserer Bewohner*innen und Mitarbeiter*innen ergreifen müssen.

Besonders wichtig in diesem Zusammenhang sind zwei Dinge:

1. Unsere Spiel- und Freizeitanlagen, bleiben für Außenstehende bis mindestens Ende der Sommerferien geschlossen. Sie sind nur für unsere Bewohner*innen und die Kindertagesstätte Arche Noah geöffnet.

2. Wegen des eingeschränkten Betretungsverbotes, bitten wir Anwohner*innen, Spaziergänger*innen oder Besucher*innen des Friedhofs den Hohlweg zu benutzen.

Verboten Verboten

Diese Regelungen haben für unsere Kinder erhebliche Einschränkungen in ihrem persönlichen Bereich.
Es gibt Handlungsempfehlungen für die Mitarbeiter*innen (im Intranet des Kinder- und Jugenddorfes), die regelmäßig und zeitnah, mündlich und schriftlich, aktualisiert werden.
Die Umsetzung wird mit den Kindern und Jugendlichen in den Wohngruppen besprochen.

Alle in einem Boot

 

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Danke sagen

Ein besonderer Dank gilt aber auch unseren Mitarbeiter*innen und unseren Bewohner*innen, die sich an die Auflagen halten und diese mittragen. (Ebenso ein Danke an die Eltern und Sorgeberechtigten, die den Schutz ihrer Kinder höher stellen, als ihre elterlichen Rechte.)

Unsere pädagogischen Mitarbeiter*innen sind keine Held*innen (wir befinden uns ja nicht im Krieg!), aber sie sind zuverlässige Bezugspersonen für unsere Kinder und Jugendlichen. Sie gestalten gemeinsam den Alltag in dieser schwierigen Situation. Sie sind Lehrer*innen, Zuhörer*innen, Tröster*innen, Gestalter*innen und Gefährt*innen. Auch sie haben Freunde und Familie und teilen dort die gleichen Sorgen und Nöte, die wir alle in dieser Zeit haben. So leisten alle ihren Beitrag zur Bewältigung dieser Situation, die hoffentlich nicht zu lange anhalten wird.

Ein Danke auch an die Personen, die uns unterstützen – sei es im Nähen von Schutzmasken (Frau Lindemann mit ihren „Damen“), im Gewähren von Wünschen der Gruppen (Familie Kötting, AXA von Herz zu Herz e.V. und Aldi), den Lieferanten und den bei uns tätigen Handwerker*innen, die den Fortgang unserer Bauarbeiten ermöglichen.
Egon Graf / Leiter Kinderdorf

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Erziehungsziel und Hilfeplanung

Wir über uns

Allen Betreuungsformen im Kinderdorf liegt das Prinzip der ganzheitlichen Erziehung zu Grunde, das wir aus unserem katholischen, christlichen Weltbild ableiten. Wir respektieren und achten die Persönlichkeit jedes Kindes und legen den erzieherischen Schwerpunkt auf die Ressourcen des Einzelnen und der Gruppe.

Erziehungsziel und Hilfeplanung

Erziehungsziel ist der eigenverantwortliche, junge Mensch, der lernt, dauerhafte, zwischenmenschliche Beziehungen herzustellen, und über genügend lebenspraktische Fähigkeiten verfügt, sein Leben selbstständig zu gestalten. Die Vermittlung von christlichen Wertvorstellungen sowie die Akzeptanz Andersgläubiger kennzeichnet die Grundhaltung unserer Arbeit. Zentrales Moment ist die familienergänzende oder -ersetzende Erziehung.

Gruppenbild   Bobbycar-Fahrer

Die Kinder/Jugendlichen werden im Rahmen einer Jugendhilfemaßnahme aufgenommen. Rechtsgrundlage ist das Kinder- und Jugendhilfegesetz SGB VIII (KJHG).

Für jedes Kind wird in Zusammenarbeit mit dem zuständigen Jugendamt, den Eltern/Vormund und dem Kinderdorf ein Hilfeplan erstellt. In diesem wird Art, Umfang und Dauer der Hilfe festgelegt. Der Hilfeplan wird in regelmäßigen Abständen in den Hilfeplangesprächen überprüft, fortgeschrieben, oder verändert.

Betreuungsformen

Das Kinderdorf hält für differenzierte Problematiken der Kinder und ihrer Familien verschiedene Betreuungsformen vor:

  • In den Außenfamilien leben PädagogInnen (Ehepaar oder Einzelperson) mit 2 Kindern zusammen und bilden eine dauerhafte Lebensgemeinschaft.
  • In unseren Wohngruppen im Kinderdorf finden Kinder Aufnahme, deren Perspektive oft noch erarbeitet werden muss. Sie finden hier Schutz, können traumatische Erlebnisse verarbeiten und lernen, neue Beziehungen einzugehen. Von hier werden Anbahnungen in Familiengruppen, Erziehungsstellen, Pflege- und Adoptivfamilien, sowie Rückführungen zur Herkunftsfamilie initiiert und begleitet. Ein langfristiger Verbleib bis zur Verselbstständigung ist möglich.
  • In unserem Mutter-Kind-Haus ist sowohl die Aufnahme von Schwangeren sowie Müttern mit bis zu 2 Kindern möglich. Für die Mütter besteht ein umfassendes Betreuungsangebot (keine Rund-um-die-Uhr-Betreuung / Regelung über Rufbereitschaft). Die Tagesbetreuung der Kinder ist bei Schul- oder Berufsausbildung gewährleistet (eigene Kleinkindgruppe).
    Ebenso bieten wir regelmäßig schulergänzende Hilfen an (eigener Lehrer und Ergänzungskräfte).
  • Durch das Betreute Wohnen werden Jugendliche und Heranwachsende aus den Gruppen verselbstständigt oder können auch gezielt zur Verselbstständigung aufgenommen werden. Dies geschieht außerhalb und innerhalb des Kinderdorfes, in Einzelappartements oder in selbst angemieteten Wohnungen. Die Betreuungsintensität richtet sich nach dem individuellen Bedarf.
  • Flexible Betreuungen sind individuelle Maßnahmen, die stationär (Inobhutnahme, Notaufnahme), teilstationär (Tagesbetreuung) oder ambulant (Diagnostik, Betreuung von eigenständig lebenden Jugendlichen, Kriseninterventionen) geleistet werden. Mutter-Kind-Betreuungen sind in diesem Setting auch ambulant möglich.

Der pädagogische Alltag aller Gruppen und Maßnahmen wird durch psychologische Diagnostik, therapeutische Maßnahmen und pädagogische Interventionen ergänzt.

Reitpädagogische, spielpädagogische und freizeitpädagogische Förderung wird individuell angeboten. Ebenso bieten wir im Bedarfsfall schulergänzende Hilfen an.

Blick auf Leichlingen
Blick vom Kinder- und Jugenddorf (Johannisberg) auf Leichlingen

Eltern als Partner

Die Arbeit mit der Herkunftsfamilie ist ein entscheidender Faktor, der zum Gelingen der Jugendhilfe beiträgt. Wir betrachten die Eltern als Partner in der Erziehung und wollen sie daher so weit als möglich einbeziehen, den Kindern erhalten und für die gemeinsame Aufgabe gewinnen. Dennoch arbeiten wir parteilich für das Kind, als dem schwächsten Mitglied eines Familiensystems; d. h. wir geben dem Kindeswohl und den kindlichen Bedürfnissen einen höheren Stellenwert als den Interessen und Wünschen der Eltern.

Für die MitarbeiterInnen sind regelmäßige Teamgespräche, Erzieherkonferenzen sowie Fall- und Teamsupervision wichtige Garanten der erfolgreichen Arbeit.

Wohnen im Kinder- und Jugenddorf

Die Wohngruppen leben jeweils in einem eigenen Haus auf unserem weitläufigen Gelände, dessen Räume von Kindern und PädagogInnen individuell gestaltet werden. Die Kinder bewohnen zumeist Einzelzimmer, Gemeinschaftsräume wie Wohnzimmer, Esszimmer, Spielzimmer etc. teilen Erwachsene und Kinder.

Gruppenübergreifend stehen Fußball-, Basketball- und Spielplatz sowie Werkraum, Mehrzweckraum für Tischtennis, Kicker, Billard oder Partys, Hausaufgabenraum und Spiel-/Besuchszimmer zur Verfügung. Ein Internetcafé mit pädagogischer Anleitung kann ebenfalls genutzt werden.

Die Sport- und Spielmöglichkeiten werden gerne von anderen Leichlinger Kindern/Jugendlichen genutzt. Wir fördern die Integration unserer Kinder in das Leichlinger Gemeinwesen.

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Betreuungsangebot:  
 
 


Kinder- und Jugenddorf St.Heribert
Landrat-Trimborn-Str. 66
42799 Leichlingen

Tel. (02175) 89 97 3
Fax (02175) 89 97 444

Bankverbindung:
Kreissparkasse Köln
BIC:    COKS DE 33
IBAN:  DE17 3705 0299
          0370 3020 69

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